Liebe Bürgerinnen und Bürger,

vorausgesetzt es gibt keine unterbindenden Corona-Verordnungen, wird „Der Fliegende Salon“ am Sonntag, den 20. Juni 2021, an der Bockwindmühle in Lumpzig einmal mehr an die wiederbelebte Salonkultur anknüpfen. Erwartet werden Interessierte, welche aus verschiedenen Richtungen in einer Sternfahrt zu einem öffentlichen Bürgergespräch zusammentreffen möchten. Unterstützung findet die Aktion unter anderem durch den „Altenburger Bauerhöfe e.V.“ sowie die Stadt Schmölln als Antragsteller für dieses Einzelprojekt.

Thema des Bürgergesprächs werden „Die Herausforderungen zur Mobilität im Altenburger Land“ sein, wobei für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit besteht, sich aktiv mit ihren Meinungen und Erfahrungen einzubringen.

Auf der vorab individuell zu absolvierenden Sternfahrt können verschiedene Angebote in den sich beteiligenden Ortsteilen von Schmölln genutzt werden. Das Bürgergespräch selbst wird aufgrund des gewählten Themas nicht durch unsere projekttragenden Kulturschaffenden moderiert oder auf dem Podium vertreten, sondern von verschiedenen Fachexperten.

Noch nicht abschließend bestätigt, kann für den 20. Juni 2021 folgende Veranstaltungsplanung avisiert werden:

Sternfahrt

Zeit: 13:30 – 17:00 Uhr

Angebote: unterschiedliche Aktionen in beteiligten Ortsteilen

Bürgergespräch „Herausforderungen zur Mobilität im Altenburger Land“ in Lumpzig

Zeit: 18:00 – 19:30 Uhr

Moderation:     – MDR (N.N.)

Impulsgeber:   – Vertreter des wissenschaftlichen Bereichs (N.N.)

                        – Vertreter des Mobilitätssektors (N.N.)

                        – Vertreter der Verkehrswirtschaft (N.N.)

Als Vorsitzender der überparteilichen Kreistagsfraktion STARKE HEIMAT freut mich insbesondere, dass wir fraktionsgeschlossen durchgehend die projekttragenden Einrichtungen, welche sich vollständig oder anteilig in Trägerschaft des Landkreises befinden, unterstützen und damit auch wesentlich zum Gelingen dieser Aktion des „Fliegenden Salon“ beitragen. Es erfordert ein hohes Maß an fachlichem Verständnis und Verantwortungsbewusstsein, unsere Kultur- und Kunsteinrichtungen jährlich wieder auskömmlich zu finanzieren. Sei es das Landestheater, das Lindenau-Museum, die Musikschule des Landkreises oder die Burg Posterstein; jede dieser bedeutenden Kultur- und Kunsteinrichtungen besitzt hohe Daseinsberechtigung und ist förderungswürdig. Hiermit gehen regelmäßig große Anstrengungen des Landkreises einher, der damit dauerhaft verbundenen Investitionsaufgabe bei nicht üppigen Einnahmen immer wieder gerecht zu werden.

Der „Fliegende Salon“ ist Teil der TRAFO Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Damit werden ländlich geprägte Regionen und deren Kultureinrichtungen unterstützt, um modernisierende Veränderungsprozesse erfolgreich zu durchlaufen. Somit ist auch das Altenburger Land Nutznießer dieser Bundesinitiative und kann damit unter direktem Einbezug unserer Bevölkerung und ihrer Interessen die Kultur und Kunst vor Ort stärken sowie zeitgemäß ausgerichtet anbieten.

Das gesamte Projekt „Der Fliegende Salon“ ist durch Fördermittel ausfinanziert, welche zum deutlich größeren Teil vom Bund übernommen werden, wie zu einem kleineren Anteil durch den Freistaat getragen sind. Eine unmittelbare finanzielle Belastung der kommunalen Ebene besteht nicht.

Der weitgesteckte Aktionsrahmen für den „Fliegenden Salon“ erlaubt ausdrücklich auch Konzepte abseits reiner Kunst- oder Kulturveranstaltungen. Anderweitige gesellschaftliche Debatten sind deshalb möglich, wie es beim geplanten Bürgergespräch „Die Herausforderungen zur Mobilität im Altenburger Land“ angedacht ist. Eine parteipolitische oder sonstig wahlwerbende Vereinnahmung des „Fliegenden Salon“ muss sich damit jedoch kategorisch ausschließen, wodurch sich auch unsere Zustimmung als Kreistagsfraktion für dieses Kunst- und Kulturförderprojekt nochmals deutlich stärkt.

In diesem Sinn freue ich mich besonders auf eine rein sachorientierte und objektive Veranstaltung, auch im Hinblick auf die begonnenen Umstrukturierungen öffentlicher Verkehrsmobilität im Schmöllner Raum, welche es in kommenden Jahren mit gesundem Menschenverstand noch besser zu gestalten gilt.

Ihr Uwe Rückert